Oasis in Wembley, ein Kurzer Abriss mit neuer Musik und Bildern

Eine gute Woche her, 5 Tage London und das nur wegen dem Konzert eigentlich. Aber das reicht für einen Post.
Neue Musik für mich und vielleicht fällt was für euch davon ab….
Oasis

Videos von jeder Band ganz unten und  Bilder verlinkt…

Drei Jungs sitzen mir in der viel zu warmen Tube gegenüber, zwei davon mit ziemlich zerschnittenen Unterarmen, alles vernarbt, einer Rechtshänder, der andere Linkshänder… Gut, es geht zu einer Band deren Brüder sich nicht gerade lieben, allerdings sich für den Weg entschieden haben Geld miteinander zu verdienen. Der Weg ins Stadion der Herzen für Goeff Hurst jedenfalls, auch wenn es ein neues ist, das Wembleystadion. Was für ein großartiges Stadion, wo man vielleicht nur 10cm über dem Rasen steht auf dem man gern einmal kicken würde. Ich bekomme ein kribbeln in die Beine, bekomme Lust auf einen Ball, ihn wie Backham in seinen besten Tagen (wenn auch das schon eine weile her ist) zu versenken. Beim Bodycheck an der Security war es kaum mehr als ein Streicheln, da wäre vielleicht was drin gewesen bei dem schwarzen Mann, als wir es gewohnt sind in Deutschland beim Fussball oder bei anderen Konzerten.

Die Bühne angenehm, überschaubar, ich stehe etwa 50 bis 60 Meter weit weg. Sehr angenehmer Platz, vor der Kamera und dem Mischpult. Ganz vorn war alles schon zu, aber auch besser so. Das Wetter hält noch und Menschen suchen noch nach ihrem perferktem Platz (Quasimodo gibt es übrigens auch als Frau auch, hab sie gesehen, der Buckel war für das Alter schon ein echer Hammer).

Begrüßt, mit einem “good evening fucking wembley” wurden wir, die Zuschauer, in dem sich allmählich langsam füllendem Stadion, weil Donnerstag Abend, von „Reverend & The Makers“. Was gut  gut tanzbare Musik ist, und sehr Indie lastig. Die Frau am Keyboard zieht eine gute Show ab, weiß wie sie sich zu bewegen hat und von ihrem Herrn gegenüber am anderem Keyboard mit Verzögerer, er war auch sehr begeistert und Innovativ, da geriet der Frontman ins Abseits bei mir…

Die Band rockte und poppte gut, werde mir das Album kaufen, sie haben mich mehr als überzeugt.

(Schon getan und ich finde es lohnt sich, sehr nette und geniale Stücke dabei.)

Dann hieß es das zweite Bier holen, 4£, von den Armen nehmen sie es aber sicher dabei auch nicht, was solls, rein damit, werd so schnell nicht wieder hier her kommen, geschweige wegen der Band, denke das macht man nur einmal im Leben.

Ein wenig vor rutschen war angesagt und schwupps trat “The Enemy” auf. Es schein das ich tierisch was verpasst habe. Der Frontman, sowie alle anderen, kaum älter als 19, sieht aus wie einer der zu spät gekommenen Gallagher Brüder oder eine neuer Art Beatle nur mit weniger Pilz, dafür mehr glatte Haare, aber ich gehe davon aus das ich Trends auch nicht mehr mit. Glatt gekämmte Haare, riesen Brille wie man sie in den 80-ern trug, vor mit eine vielleicht 5×5 meter Fläche zum Poken und die Engländer gingen ab. Das ist ne Rock band, wow.

Wieder Mariuahna rauch gratis…

The Enemy präsentieren wiedereinmal guten Indie Rock und wissen was die Masse will. In Deutschland haben sie es scheinbar nirgendwohin geschafft, aber hier dafür um so weiter.

Warten auf Part drei, 1 1/2h vergangen, zwei Vorbands und jede menge Bierduschen, welche sich in Massen anbahnten bei The Enemy, und irgendwie wurden sie mehr. Insgesamt waren es in der Zeit im Wembleystadion mehr, als jemals in Mainz beim Fußball. Naja, fragt mich für wen das mehr sprich.

Ach ja, die Schlägerei neben mir fand ein gutes Ende… Beide Parteien verzogen sich, sehr clever, denn ansonsten würde das hier in einer riesigen Schlägerei enden, denn Engländer sind so emotional, hat aber auch Vorteile…

Als drittes steht nun “Kasabian” am Start, das ist einfach irre, möchte auf die Insel… Und bevor das losgeht sind Koks Marihuana neben mir. Würde Koks qualmen und riechen, ich glaub ich würde was ums sonst bekommen. Eingetütet in Belegzettel vom Supermarkt…

Nach guten 75 Minuten, und vielen Guten und einem geilen Lieder mit dem Hit Fire, war es eine riesen Dusche, eine reine Megaparty und Sau gute Musik.

Sie rockten, da gibt es nichts zu verbessern oder unterschlagen, löste sich das ganze für Bier holen, pissen und andere tätigkeiten auf.

Die Erwartungen sind nun so hoch, das sie erstmal annähernd erreicht werden müssen, denke das ist machbar aber ein schweres Erbe. Man bekommt echt was geboten fürs Geld(45£)…

Und das war zum Glück noch nicht alles. Nach dem die Band gegen 20:15 Uhr begonnen hat, wurde weiter gerockt. Frontmann Liam Gallagher schaffte, was er konnte, naja besser was er wollte. War sicher nicht mehr als er sollte, ganz sicher nicht. Er trug einen Grünen, Mantel wäre zuviel gesagt, höchstens sonst noch eine Jacke von Opa, mit Watte innen, welche man im Winter oder Herbst trägt zum Angeln.

Er verzog, wie man das so kennt keine Grimasse sagt nur wenig zum Publikum und verdrückt sich von der Bühne, wenn sein Bruder Liam dran ist.

Nach vielleicht sechs bis acht Liedern ist der dezent ruppigere Teil vorbei, und die Single „Dig Out Your Soul“ ist leider schlechter herübergekommen als sie das auf dem Album klingt.

Aber im gesamten ein geiles Konzert, viel Musik, lockere Leute dabei und ich habe das Gefühl zu sagen, Berlin hat das beste Publikum, nein, London ist eine ganze Klasse höher, aber auch niedriger in manch anderen Dingen.

Wieso, naja das ist relativ zu sehen.

Wenn in der Mitte der Hauptband Becher fliegen ist es mit Sicherheit kein Bier mehr. Denn sie pinkeln in Becher, bein Stage Diving (nur auf die Bühne zu) reisst man ihm dem Schuh weg und wirft ihn in die andere Richtung.

Ein auf dem Boden gefundener Einmal Fotoapparat wird aufgeknipst und dann einfach nach vorn in die Menge geworfen, so what…

Die sind irre die Engländer, aber dafür offener, lockerer, leider schneller aggressiver, aber Partyfreudiger und emotionaler als wir.

Ach ja, das Bier Problem innerhalb des Stadions zum Ausschenken Lösen sie auf ihre weise, damit keine Bandscheinenvorfälle auftreten beim Tragen, hier zu sehen.
Wembley - Bierlösung

Vielen dank Oasis für das Event und drei neue Bands in meinem Repertoire.

 



This entry was posted on Dienstag, Juli 21st, 2009 at 16:51 and is filed under Leben, Musik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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