Keine Angst, hat der Papa die gesagt

Ein Abend nach einem irischem Geschmack, wuerde man sagen. Mit Quiz, welches sicher nur Briten, Schotten oder Iren mitraten konnten. Wir versagten auf ganzer Linie, abgesehen davon das es kaum zu verstehen war, vielleicht ein Frage richtig verstanden. Ein tolles Englisch was wir sprechen. Vom Spanisch mal ganz abgesehen. Nach zwei Gallo (das hiesige Bier) dann in die Falle geschlendert.
Heim, ach ja, das mit der Falle nicht falsch verstehen, sowie Hagen in einer SmS gelesen hat, “geht um vorsorge” statt, wie geschrieben, “geh um vor sorge”… was so kleinigkeiten ausmachen koennen. Aber das sollte nicht das einzige sein.

Wir sahen eine Pizzaschachtel, ist ja sicher nichts aussergewoehnliches, dennoch der Name. OELI, wie kann man eine Pizzaria nur so nennen? Naja, das ding hatten Julia und Thomas schonmal aufgegriffen, welche Hagen schon besucht hatte hier, aber dreht mal die Buchstaben um, also auf den Kopf, und dann kommt 1730 heraus… das war deren Telefonnummer… nette sache…

Sofort eingeschlafen und gegen sieben Uhr wach geworden, geduscht, ja wir duschen und das warm, nix mit Wutz, fruehstueck gesucht, weil so wie wir uns das dachten im Hotel Fruehstuecken ging nicht, der Herr des Hauses war nicht anwesend. Aber 45$ hat er gern genommen.
Das furchtbare ist, man wird so furchtbar geizig im Urlaub. Geht das anderen auch so? Jedenfalls achtet man, man vergleicht. Es ist ja auch so, das man sowieso schon den Touristentarif zahlt.
Auf Zum Bus, nach einem leckerem Fruehstueck,Hagen mit Sandwich und ich klassisch, Ei, Bohnen, Kaese, Saft und gebratene Bananen.

Bus war einfach, 5 Quecal pro Person beahlt und los ging es, dauerte keine drei Minuten als wir dort waren. Gefahren nach Chimaltenango in einem Bus, deren denen in Ecuador ebenbuertig ist. Wir sassen zu zweit auf einer reihe, es gibt hier nicht einzelne sitze sondern immer eine Bank. Gefahren wird wie ohne Fuehrerschein und Spritsparend, das wort gibt es sicher nicht im spanischen.

Chimaltenango, ist wirr, alles chaotisch, alles stinkig, aber verstaendlich das es nicht gruen ist an einer Hauptstrasse. Man wird sofort angesprochen, woman hin will, Hagen wollte einen direktbus nach Panachajel haben, nach 30 Minuten warten in der prallen Sonne, weil die Schattenseite war die andere und einigem nerven der dort arbeitenden Personen nahmen wir einen Bus mit Umsteigen. Dummerweise war es der Bus der am vollsten sicher war, jeder der zehn oder elf Sitzreihen, war voll mit sechs Personen also drei auf einer Bank, der der aussen sitzt, hat den nachteil, und bekommt meist nur eine Backe auf die Bank.
Der nette und vertrauenserweckende Mann neben mir erklaerte mir, er muss in die gleiche Richtung und er sagt uns bescheid, nachdem der Adjudante mich nicht verstanden hatte, welch Wunder waere das auch gewesen. Geahlt haben wir den Touristen preis, 10 Quecal mehr als die einheimischen. Ab dem zeitpunkt frage ich im bus jemand neben mir, was man zahlt und druecke es ihnen in die Hand wenn sie kommen.
Geiz laesst gruessen.

Also erneut umgestiegen und los nach Panachjel. Unterwegs die Landschaft ein Traum, alles bergig, hueglig, nein, bergig! man denkt man faehrt einfach von 1500 meter mal so auf 2500 metern hinauf um dann wieder hinab zu fahren.
Gefahren, wieso schreibt sich das wie die Gefahr nur als Mehrzahl?
Merkwuerdig. Egal, Jenson Button hat zwar die Formel eins gewonnen, aber dennoch ist der Busfahrer von Chialtenango nach Los hab ich vergessen, definitiv der dreistere. Es wird gerast, es wird ueberholt, und wenn man das tut, unbedingt Hupen, sonst weiss der andere es nicht. In Stockenden Verkehr wird hineingerauscht an der Seite, und dann voll abgebremst. Ach ja, Tachometer funktionieren nicht, die Tankanzeige ist dort sicher das einzige was klappt. Also, keine Angst hat der Papa mir gesagt und wir stiegen in den Bus.

In Panachajel angekommen, gleich am Ortseingang ausgestiegen und zu den Booten gelaufen. Klar per Boot nach San Pedro, was bin ich froh das mir mein Bruder Hagen nicht einen strich durch die Rechnung machte. Wir sassen drin im Boot, noch mit uns neun andere Personen, wurde auf dem letzten, den zwoelften gewartet und dann wurde gefahren. Es war so gegen 14 Uhr Guatemaltekischer Zeit, die Wellen wogen sich hin und her auf dem Wasser, als das Boot zur vielleicht 20 Minuetigen fahrt uebersetzte, vielleicht einen halben Meter hoch, kanllte es immer bei voller fahrt voll auf die Wellen, man dachte das Boot bricht auseinander, “Heinrich, der Wagen bricht”… Nein, Hagen ging schonn ein wenig um vor Sorge er mag kein Wasser, aber das Boot faehrt sicher auch schon seit 10 Jahren, wenn das reicht und das am Tag sicher 5-10 mal… von daher passt das schon dachte ich mir. Waehrendessen viel mir auf, das mein kleiner Rucksack kaputt gegangen ist, unten links direkt an der Nahmt. Naja, muss ich naehen dachte ich. was solls, passiert, war nur nicht billig. Schade

In San Pedro ein wirklich wundervolles Hotel empfohlen bekommen, Nihel Maya. Danke Thomas, Sehr lohnenswert. Preise welche ausgeschrieben sind, stimmen sowieso nicht, so sind wir mit 100 Quecal pro Nacht dabei fuer uns beide. Dort wollten wir gleich fuer drein Naechte bezahlen, oeffnete den Ruckack, und such mein Portmornaie, weil ich hatte nicht alles Geld im Bauchgurt. Pack aus, nur Hagen seins, komisch, hatte es doch hinein gesteckt. Schaute in meinem grossen Rucksack nach, nichts, klar, Hand wieder in den kleinen, komsich, loch drin in der kleinen Tasche, Komsich, loch drin in der anderen Tasche welche direkt am Ruecken des Rucksackes innen festgemacht ist.
Gut, weg, geklaut, wir ueblergt, wer, wann wo, klar viel die wahl da nicht schwer in Chimaltenango als wir in den Bus stiegen, irgendwer. Gluecklicher weise waren nur ca. 30 bis 40 Euro drin, und meine EC Karte. Die ist nun gesperrt, und das wird nen Terz bis man die wieder bekommt… was solls…

ES muss so schnell gehen, es muss so unbemerkt geschehen das man nicht weiss wie einem geschieht. Wenn man die Jungs in Deutschland auf die Strasse schicken wuerde, sie waren sicher kurzer Hand Millionaere, oder naja, fast jedenfalls.

Am Ende sind wir unversehrt und frei, sowie in San Pedro, einer kleinen Stadt, viele junge Menschen, sicher auch einige Aussteiger dabei, Drogen werden einem auch angeboten, aber nein danke, das braucht man nicht, ausserdem sollten guatelmatekische Gefaengnisse nicht das sein worauf man sich sehr freut.
Es gibt nur ein paar strassen hier, man laeuft zweimal hin und her und dann denke ich kennt man fast alle, zumindest jene welche immer an der Strasse stehen.

Da wollen wir nicht hin, morgen nur abhaengen in der Haengematte, lesen und Gedanken schweifen lassen.
Sicher haben ich noch viel vergessen, man erlebt es anders zu zweit dadurch das man einiges schon ausgesprochen hat und gedacht hat.

Fotos werden wir auch bald anfnagen zu schiessen, irgendwie war bisher noch nicht das ding dazu da.

Ach ja, Rucksack ist genaeht, weiss nicht ob er haelt. Nur problematisch, wie man nun vollkommen unsicher die sicheren sachen transportiert. mal sehn was uns noch einfaellt, gab es nich da noch den Socken oder den Schuhzwischenboden?

 



This entry was posted on Dienstag, Oktober 27th, 2009 at 00:20 and is filed under Reisen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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