Carmen, Meer und der betrunkene Frisoer (sowie sein Gast)
So, nun etwas zeit, und das Internet im Hostal etwas nutzen und strapazieren.
Heute ist Dienstag. Der letzte Eintrag war Sonntag, 02.11.2009, 2:25 Uhr.
Nachdem wir am Sonntag, noch sehr sehr lecker essen waren, in einem Cafe oder Restuarant und die Bedienung sehr zuegig, flott und sehr zuvorkommend war, traten wir im Licht der Strassengetaucht den ein bis zwei Kilometer langen Heimweg an. Wir sind recht weit hinein gelaufen, in die sonst nicht wirklich von Schoenheit gepraegte Stadt Palenque.
Der Schlachtplan fuer den folgenden Tag lautete Zeitig aufstehen und sehen das wir nach Chetumal kommen. Oder zumindest nach Xpuil (wenn ich mich recht erinnere) um dann entweder nochmal einen Tagesausflug nach Tulum einlegen oder wir dann nach Belize schon aufbrechen.
Als wir im Hostel ankamen, war es laut, die Technomusik, ja, ich weiss dass der Begriff out is, aber dennoch kann ich es erstens nicht einordnen und zweitens nicht unterscheiden auf dauer, lief weiter und begeisterte alle Personen welche mit dem Kopf wippten. Draussen sassen sie, sicher 15 Personen, auf Stuehlen und genossen die Zeit. Wir sassen Abseits, fuehlten uns alle beide dem irgendwie nicht zugehoerig, und beobachteten das geschehen und waren soweit zufrieden. Die Grillen zierpten rechts von uns aus den Bueschen.
Als wir uns dann ins Bett machten, es war schon, oha, gegen neun, schon spaeter als an manch anderen Tagen, als wir in San Pedro gegen Acht ins Bett sind, stiegen wir die Treppen hinunter am Haus entlang und dort war rechts ein Fenster offen. Der Geruch von Mariuahna schlug uns wie eine Keule entgegen. Hinter der ecke, stand ein Typ, voll und total druff.
Super meinten wir als wir uns beide fast den Kopf gestossen haben, an der Tuer zum Zimmer, weil sie war eine Doppeltuer und in circa zwei Meter Hoehe spitz zusammenlief. Drin, schimmerte eine gelbliche Energiesparlampe von der Decke, welche dem Zimmer ein besonderes Licht gab. Aellrdings, Haette es auch eine weisse sein koennen, wo vorher fuenf Schachteln Zigarreten geraucht wurden. Aber ohne zu riechen.
Wir waren, okay, ich war vor dem Wecker wach, dann Hagen. Die Weckerklingel klingt auch so, das man immer eher wach werden sollte. Und nach ein bischen packen, waren wir schon auf den Beinen, so das wir gegen acht am Terminal waren. Ach ja, im hostel selbst, sind die Jungs und Maedels abends alle wieder weggefahren und waren zu unserer Ueberraschung als wir auscheckten alle wieder auf den Beinen, was sehr ungewoehnlich war.
Terminal, ja, uns war bewusst das wir Geld brauchten, da wir noch Zeit hatten auf zur Bank und nach drei minuten davor warten, weil es war noch nicht soweit das sie oeffnete, kam ein Mann uns sagte das die Bank zu hat. Klar, wer lesen kann ist klar im vorteil, denn drin stand das sie heute geschlossen hat. 2. November ist Feiertag -Día de los Muertos - der Tag der Toten.
Gut, also Geld gezogen am Automat und dann zum Bus. Es ist nicht so, das wir direkt dorthin fahren konnten wo wir hin wollte. War sehr mies, weil in die Richtung fuhr er erst gegen 22 Uhr. Und Nachtbus wollten wir uns irgendwie nicht goennen oder jedenfalls nicht mitnehmen. Da waren wir uns auch sehr schnell einig. Klar ist es guenstiger, weil man schlaeft im Bus, faehrt gleichzeitig und hat etwas vom Tag. Gut, also auf nach Villahermosa, das war das Ziel was wir nehmen wollten um von dort aus weiter zu fahren.
mit dem Bus der zweiten Kasse gefahren fuer 50 Peso. Mit dem Taxi zum Terminal gebracht worden, und von dort aus ging es 5 Minuten spaeter auch gleich los. Um die 28 Personen waren drin. Also voll.
naja, Vielleicht sollten wir das mal in der S-Bahn machen, den Leuten das Gepaeck abnehmen, es auf das Dach werden und dem Fahrer erst Sagen, das er losfahren soll wenn sie voll ist. Aber ich denke das Wird nie passieren, ausser in der S1 nach Wiesbaden ueber Frankfurt Hoechst aber dort wuerde sie immer stehen bleiben;)
Allerdings stiegen zwischendurch nach vielleicht einer Stunde, von drei Stunden Fahrt aufeinmal zwanzig Personen zu und nach ner Stunde fast alle wieder aus auf einmal. Somit war der Bus aber auf jedenfall, auch bis auf den letzten Stehplatz voll. Der Fahrer hatte es nicht schwer, geht meistens gerade aus.
In Villahermosa angekommen, geschaut ob wir uns irgendwie nach Norden durchschlagen koennen. Japp, war moeglich, also auf in den ersten Klasse Bus, das wir dort Carmen kennen lernten konnten. Denn das Ziel war Campeche welches uns sehr recht war zu erreichen. Der erste Klassebus, ist echt ne Wucht, Video an Bord, Toilette, superbequeme Sitze. Klat stattlicher Preis, aber es lohnt sich. Carmen trafen wir, und dort Wird nach Oel gebohrt und nennt sich ganz schlicht Ciudad del Carmen. Wer sie wirklich war und ist, haben wir nicht herausgefunden, da wir schnell den naechsten Bus nahmen welcher gleich abfuhr.
Carmen liegt direkt am Golf von Mexico, er liegt genau in der Mitte zwischen Villahermosa und Campeche. Drei Stunden mit dem Bus in jede Richtung.
Es ist mehr eine Boomtown. Nach Oel wird gebohrt und der Peso fliesst. deswegen lohnte sich erstmal keine weitere Reise in die Richung. Vielleicht ein paar Orte am Wegesrand sahen nett aus, aber das muss dann doch auch nicht sein. Obwohl der Strand schon nett aussah, aber keiner, wer auch, Badete.
Nach weiteren drei Stunden hatte der Busfaher das Kurvenfahren noch nicht verlernt. Es ist alles Flach und ging an manchen Stellen locker 20 Kilometer, laut den Schildern am Fahrbahnrand geradeaus.
Unterwegs, vielleicht eine Stunde vor Ankunft fing es an mit regnen. Irgendwie scheint die Regenzeit noch nicht vorbei zu sein?! Ankunft an einem Vollem Busterminal. Es ist so wie auf einem bahnhof, selbst der Erfurter Bahnhof hat weniger Menschen. Echt irre. Dann im trockenen beratschlagt was wir nun tun, also sprich Dienstag oder Mittwoch weiter?! Wir haben uns fuer Mittwoch entschieden.
Campeche liegt direkt am Golf von Mexico und man kann sicher den angenehmen Geruch von Meer riechen, wenn es nicht gerade regnen wuerde. Taxi dauert ne weile, da sie hier nicht so im Ueberfluss scheinen wie in all den anderen Orten bisher.
Hostel Monkey, ist sehr empfehlenswert. Hier ist alles was das Herz begehrt. Internet, waschen, Kueche und mitten in der Stadt.
Die Stadt selbst ist hier total Bunt. Ich denke es ist die bisher bunteste Stadt welche ich je gesehen habe irgendwo, jedes Haus hat eine andere Farbe. Dabei wechselt sich blau, gelb, braun und gruen ab. An rot kann ich mich nicht erinnern.
Gestern, der Regen, setzte uebrigends alles unter Wasser. Die Strassen, wir sprangen von Fleck zu Fleck der halbwegs trocken war, war ueberlfutet wir wir es von uns nicht kennen. Sicher hat dies zwei Gruende. Erstens, ist es irre, was hier herunter kommt an Wassermassen und zweitens haengt es einfach mit einem super gut funktionierendem Abwasser- und Ablaufsystem zusammmen.
Die Stadt besass uebrigends mal eine richtig dicke Mauer aussenherum, also Stadtmauer welche drei meter dick und acht Meter hoch war. Um sich irgendwann 1540 vor Piraten zu schuetzen, welche die Stadt und den nichtmehr existierenden Hafen stetig und haeufig angegriffen haben.
Aber das haben wir dann erst herausgefunden am kommenden Tag, bei der Stadtbesichtigung. Am Stadtpark ist alles sehr Kolonial gehalten und siehr schon echt beeindruckend aus. alles zweistoeckig an dem Platz, sowie die aelteste Kirche von Yucatan.
Ach ja, wir haben hier gegessen auf einem Markt, welches mitten in einem Gebaeude mehrere Kuechen gab und auch anbieter, die Frauen rufen immer wenn jemand hineinkommt, was sie alles fuer Gerichte haben. Wenn die mal nicht heiser werden. Stellt euch vor, es ist ein rundlauf mit einem Durchmesser von 15 metern, in der Mitte die Kuechen, vier Stueck, also jede ein viertel und aussen weitere Getraenkeanbieter.
Bei der Bestellung wartet die Frau an unserem Tisch bis wir uns entschieden hatten und wich uns dabei nicht von der Seite. Das Essen kam schnell und warm. Lecker, Haehnchen wurde immer favorisiert.
Danach raus und noch etwas durch die Strassen gelaufen.
Bei einem Frisoer, lief Fussball, wir nur kurz geschaut wer spielt. Und die Jungs meinten gleich, kommt setzt euch. Okay, gesagt, getan, jeder bekam ein bier von uns, auch der Frisoer selbst, und er setzte an und Rasierte den Kunden gemuetlich weiter. Ich denke er hatte vorher schon was intus. Deswegen, eher morgens zum Barbier, aber das lass ich erstmal. Macht aber nix, derjenige, welcher auf dem Stuhl sass war viel stracker.
Heute Abend gibt es im Hostel Nudeln, wir waren einkaufen, nicht fuer alle, aber fuer uns zwei.
morgen geht es um 12 Uhr mittags los nach Chetumal, welches kurz vor der Grenze liegt, vor Belize, oder ehemals Britisch Honduras.
coming soon…
This entry was posted on Dienstag, November 3rd, 2009 at 18:02 and is filed under Reisen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.
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